Kunstexkursion der Q1 ins K21 nach Düsseldorf

„Gute Kunst lässt sich nicht benutzen. Daher muss der Künstler Außenseiter sein und die Gesellschaft von außen sehen.“

(Katharina Fritsch)

 

Katharina Fritsch war nur eine der wenigen Künstler/-innen des 21. Jahrhunderts, deren Werke wir am Mittwoch, den 08.05.2019, im K21 in Düsseldorf betrachten durften.

Nachdem wir gegen 09:30 Uhr in Betzdorf in Richtung Düsseldorf aufbrachen und dort gegen 11:15 Uhr ankamen, gingen wir bei dürftigem Wetter in Richtung Museum. Dort angekommen wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt und betrachteten getrennt voneinander mehrere Kunstwerke der auch teilweise in Düsseldorf beheimateten Künstler.

Vor allem das Surreale stand bei den meisten Künstlern im Vordergrund. So auch bei dem Werk von Katharina Fritsch, welche auch das o.g. Zitat veröffentlichte.

Fritschs Kunstwerk „Mann und Maus“, welches im K21 steht, ist ein passendes Beispiel für die surreale Kunst. Wann ist die Maus größer als der Mensch? – Wann steht eine Maus auf nur zwei Beinen? – Warum starrt die Maus so monoton und regungslos in die Leere?

Das waren einige Fragen, die wir uns gestellt haben, als wir unsere ersten Eindrücke des Werks nennen sollten.

Das Bild findet man hier.

Genau das ist das Verrückte an der surrealen Kunst. Jede Perspektive des Werks kann wieder anders sein, anders zu deuten und anders zu betrachten.

Auch Jeff Wall, ein kanadischer Künstler, stellt hier seine Werke aus. Er ist bekannt für seine Fotografien, welche er in riesigen Leuchtkästen ausstellt. Momentan wird im K21 das Werk „The Drain“ von Wall ausgestellt. Dieser ist dafür bekannt, alle Einzelheiten in seinen Werken mit einem Sinn zu versehen – bei ihm ist nichts unüberlegt. Das rothaarige Mädchen, die freche und mutige, steht auf einem höheren Stein, ihre Seite des Ufers blüht in voller Pracht, sie hat schmutzige Schuhe und gepunktete Kleidung, was alles für eine gewisse Frechheit und Dominanz ihrer Person zeugt. Hingegen hat das dunkelhaarige Mädchen saubere, reine Kleidung, ein mehr oder weniger verdorrtes Ufer und steht bereits halb im Wasser. All diese und noch viel mehr Gegensätze in diesem Bild haben allesamt einen Sinn und sind von Wall von vorneherein durchdacht. Seine Werke brauchen manchmal mehrere Jahre Arbeit, bis er das perfekte Bild vollendet hat.

Das Bild findet man hier.

Neben diesen beiden Beispielen haben wir auch auf der obersten Etage das Werk von Tomás Saraceno – in orbit - betrachtet, welches ein riesiges Netz darstellt. Dieses Netz ist komplett über die obere Fläche des Gebäudes gespannt, welches die Besucher auch betreten können.

„Die Installation wirkt wie eine surreale Landschaft, ein Wolkenmeer oder wie der Kosmos mit seinen scheinbar schwerelos schwebenden Planeten.“

So beschreibt das Museum das Werk von Saraceno, welches aus drei Ebenen mit einer Fläche von über 2.500 Quadratmetern besteht und mit fünf luftgefüllten „Sphären“, großen Luftballons, bestückt ist.

Sobald mehrere Personen das Netz betreten, versetzt sich dies in Schwingungen. Der Raum wird zu einem schwingenden Netz von Beziehungen, Resonanzen und Kommunikation.

Bei diesem Werk endete auch die Führung der beiden Gruppen und wer wollte, konnte das Netz dann noch einige Zeit betreten.

Nach der sehr ausführlichen Führung, welche auch noch Kunstwerke von anderen Künstlern beinhaltete, wie zum Beispiel die von Thomas Schütte, Ed Atkins und Hans-Peter Feldmann, haben wir dann noch ein Gruppenbild gemacht und die vereinzelten kleinen Gruppen konnten noch die Stadt weiter erkunden. Hier endete dann offiziell unsere Exkursion.

 

Vielen Dank an Frau Drost und Frau Schmidt, welche uns an diesem Tag begleitet haben.

Ein besonderes Dankeschön aber an Frau Wilhelm, welche die gesamte Exkursion geplant und durchgeführt hat. Auch,- wenn wir einmal in Kreis gelaufen sind…

- Es war ein schöööner Tag! –

(geschrieben von Elias Bohl, Q1)

 

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