DBG mit neuer Führung - Als erfahrener Schulleiter zurück an die Basis

Er ist „der Neue“ auf dem Rassberg: Werner Hücking, verheiratet und Vater von drei Kindern hat am 29.10.2018 die Schulleitung des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums übernommen. Eine Aufgabe, die er als spannend und herausfordernd ansieht. Schließlich hat sich der 53-Jährige auf die Fahnen geschrieben, Schule gemeinsam mit Schülern, Lehrern, Eltern und dem Träger zu gestalten. Unserem neuen Schulleiter ist es wichtig, dass neben der soliden gymnasialen Bildung scheinbare Gegensätze wie Individualität und Gemeinschaft oder ernsthaftes Arbeiten und gemeinsames Feiern gelebt werden können.

Nach dem Studium in Münster und einem Referendariat in Hessen startete der Naturwissenschaftler – er unterrichtet Mathematik und Physik - 1995 seine Laufbahn am St. Ursula Gymnasium in Attendorn. Acht Jahre blieb er dort, bis er 2003 an das Gymnasium der Stadt Lennestadt wechselte, an dem er 2008 die Schulleitung übernahm.

Nach neun Jahren als Schulleiter zog es den musik- und sportbegeisterten Olper zur Schulaufsicht für Gymnasien bei der Bezirksregierung Arnsberg. Doch der Umgang mit Kindern und Jugendlichen, das konstruktive Miteinander im Lehrerkollegium und die Möglichkeit, zukunftsfähige Projekte vor Ort zu entwickeln und umzusetzen, zogen Herrn Hücking schließlich wieder „zurück an die Basis“. Neunkirchens Bürgermeister Bernhard Baumann begrüßte den Oberstudiendirektor jetzt an seiner neuen Wirkungsstätte.

Das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium lernte Hücking in seiner Zeit bei der Bezirksregierung kennen. Ihn faszinierte die individuelle Ausprägung der Schule, die mit den verschiedenen neigungsorientierten Zweigen einhergeht.

„Die Schwerpunkte im MINT-, Sport- oder bilingualen Bereich schaffen ein breites Betätigungsfeld, das hat mein Interesse geweckt.“ Eine weitere Herausforderung sieht er in der Begleitung der Schule auf ihrem Weg als Dalton-Schule. Dieser Prozess ist in der Oberstufe angekommen und stellt eine Fortsetzung der Arbeit der Grundschulen dar. Etwa ein Drittel der Unterrichtszeit wird als selbständige Arbeit der Schülerinnen und Schüler organisiert. Hücking konnte sich bereits bei Schulbesuchen und in den ersten Tagen seiner Amtszeit ein Bild von diesem pädagogischen Ansatz machen und ist sich sicher, dass der Weg für die Schule richtig ist und die Selbständigkeit der Heranwachsenden nachhaltig stärkt.

Für Hücking soll das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium einen wichtigen Beitrag zum Schul- und Gemeindeleben beitragen, damit für alle Kinder ein gutes, offenes und flexibles Schulangebot erhalten bleibt. Mit dieser Ansicht geht er mit Verwaltungschef Bernhard Baumann konform, der die weiterführende Schule als wichtigen Baustein schulischer Bildung vor Ort sieht: „Das DBG hat einen ausgezeichneten Ruf. Viele innovative Projekte sind hier in den vergangenen Jahren angestoßen worden – ich bin mir sicher, dass Werner Hücking den eingeschlagenen Weg erfolgreich fortsetzen wird.“

Am Gymnasium in Lennestadt setzte Hücking mit vielen kreativen Konzepten Maßstäbe. So wurden während seiner Tätigkeit Musik-Produktionen wie die Opern „Die Zauberflöte“ und „Hänsel und Gretel“, die Operette „Der Zigeunerbaron“ und das Paul-Lincke-Musical realisiert. Er setzte sich außerdem für den Umbau der Schulbibliothek zum Selbstlernzentrum, die bewegte Schule im Sportunterricht, eine neue Turnhalle, den Umbau der Cafeteria und eine Jubiläumsfahrt der gesamten Schule nach Krakau ein.

Kreativität zeigt Hücking übrigens auch außerhalb der Schule. Dort arbeitet er gern mit Holz. Erst kürzlich hat er einen Esstisch gebaut. „Im Bohren dicker Bretter bin ich also geübt“, schmunzelt der Schulleiter.

Der stellvertretende Schulleiter Dietmar Schäffer (auf dem Bild links) und Bürgermeister Bernhard Baumann (auf dem Bild rechts) freuen sich gemeinsam mit der Schulgemeinschaft über die neue Führungsspitze am DBG.

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